Schon in der Lanzenschlange, dass Wolfe erfahren wir das Wolfe ein Biertrinker ist, er will aber >das geschmuggelte Bier, wie er es jahrelang in Fässern gekauft und in einem Kühlraum im Keller aufbewahrt hatte, künftig aufgeben wolle, wenn er eine genießbare legale Sorte finden könne. Er hatte auch beschlossen, sagte er, dass sechs Liter täglich unnötig seien und dass er sich künftig mit fünf begnügen wolle.< (S. 5,). (Es ist gerade das Ende der Prohibition) Auch vieles andere gibt es schon in der Lanzenschlange: - das alte braune Sandsteinhaus in der 35th Street.
- seine Besuche im Dachgarten bei Theodore Horstmann und den Orchideen von 9.00 bis 11.00 Uhr und sein Frühstück in seinem Zimmer nach pünktlichen Aufstehen um 8.00 Uhr (S. 22)
- ein Hinweis auf seine Leibesfülle (Seite 20)
- Es gibt Andeutungen, dass er dass Haus nicht verlässt. (was er dann doch öfter tut), Als Archie ihn in Herausforderung zum Mord aus dem Haus lockt wird er sauer und gibt einen Kommentar
- Wolfe gibt zu, dass die Eigenschaft von Archie Goodwin, ihn erpressen zu wollen, dienlich sein kann. (In Schwarze Orchideen erklärt Wolfe, dass er sich nur von Mr. Goodwin erpressen lässt.)
- Wolfe erklärt: »ich verstehe mich auf die Technik der Exzentrizität; es wäre zwecklos, wenn ein Mensch sich um einen Ruf als sonderbarer Kauz bemüht, um dann bei der geringsten Herausforderung in normales Benehmen zurück zufallen.« (S.43)
- Zu Archie sagt er >»Du weißt doch, dass ich in Ägypten ein Haus besitze, das ich noch nie gesehen habe« <(S.56). In »Aufruhr« im Studio wird erwähnt, dass Wolfe einige Jahre in Ägypten verbracht hat.
- Wolfe schenkte sich Bier ein, wartete, bis sich der Schaum gesetzt hatte, und goss es dann hinunter.<(S.109)
- Die Eigenheit Wolfes nicht beim Essen über dienstliches zu sprechen, eine Regel die in den Folgebänden nicht durchgehalten wird, später aber unverletzlich ist. (S. 131). In »Kennzeichen wilde Rose« lässt er sich beim Essen stören. In »Zu viele Frauen« berichtet Archie vom Fall. Im »Copkiller« kommt Archie nach Hause und findet ihn mit zwei Mordverdächtigten bei Tisch, was er Wolfe während des Essens erzählt. U.a. in Vor Mitternacht wird geschildert, dass sich Wolfe bei Tisch über allerlei Wissenswertes ausbreitet, nur nicht über dienstliches.
- Den Gourmet Wolfe und seinen Leibkoch und Faktotum Fritz Brenner
- Das Wort Pfui, das er in der Heyne-Ausgabe auf Seite 174, in fer-de-lance (Penguin-Book) auf Seite 207 zum ersten Mal sagt. In der Heyne-Ausgabe finde ich kein weiteres Pfui -
Später kommen noch Eigenheiten, dazu bzw. werden ausgebaut: - ein Nachmittagsaufenthalt bei Theodore Horstmann und den Orchideen von 16.00 bis 18.00 Uhr. Bei seinen Aufenthalten unter dem Dach darf man ihn nur in dringenden Fällen, in Notfällen stören. (z.B. »Mittagsschlaf ins Jenseits«) Seine Eitelkeit hinsichtlich der Orchideen (siehe z.B. »Gummibande«)
- Sein Lieblingsgetränk Bier, dass er Vormittags nie trinkt (»Aufruhr im Studio«)
- Seine Faulheit, wobei es Archies Auftrag ist ihn anzutreiben. Siehe zum Beispiel »Herausforderung zum Mord«
- Seine Exzentrizität, aber er erklärt in »Aufruhr im Studio«, auch Archie sei exzentrisch.
- Er verlässt sein Haus grundsätzlich nie aus dienstlichen Gründen und sonst auch eher selten. (Eine Behauptung, die zwar illuster ist, aber wenn man die Bücher zu Grunde legt, nicht korrekt.) Vor allem Essen und Orchideen locken ihn aus dem Haus. Unverständlich und todesmutig erscheint ihm, bei schlechten Wetter ins Freie zu gehen.
- Weil er sein Haus selten verlässt, müssen die Klienten zu ihm kommen. Das ergibt manchmal riesige Konferenzen, das Büro in der 35th Street muss recht groß sein.
- Er sitzt fasst immer hinter seinem Schreibtisch in seinem Sessel. Deswegen ist er auch extrem sauer, als Cramer in »Die Halstuchaffäre« seine Büro versiegelt.
- Er erhebt sich selten um jemand zu begrüßen.
Zitat aus »Sogar in der besten Familien«: »Ich habe mir nie ein richtiges Bild machen können, welche Gründe Wolfe bewegen, entweder sitzen zu bleiben oder aufzustehen, wenn eine Frau sein Büro betritt. Falls es objektive Gründe sind, so sind sie für mich zu kompliziert, sie zu verstehen, sollten es aber subjektive Gründe sein, so wüsste ich nicht, wo ich anfangen sollte.« - Seine Angst in Autos mitzufahren, er fährt auf keinen in einem Auto mit das Archie nicht lenkt (naja, auch dass ist nicht ganz richtig) Das Auto muss auch sehr massiv sein, was Archie ganz anders sieht. In den ersten Romane scheinen zwei Autos zur Detektei gehören; Ein Roadster und eine Limousine. Später nur eins. In »Kennzeichen Wilde Rose« hat Wolfe sogar einen Führerschein, fährt aber nicht selber.
- Seine Angst vorm Fliegen (auch wenn andere Fliegen erschauert er) und der Fahrt in der Eisenbahn, zur Eisenbahn siehe vor allem »Zu viele Köche
- Das einzige technische bewegliche Gerät was er benutzt ist sein Fahrstuhl.
- Er lässt nie jemand hungrig aus seinem Haus, sondern lässt immer etwas von Fritz machen. Die Polizisten in »Die Halstuchaffäre« bekommen allerdings nichts zu essen. Dafür zum Beispiel das Ehepaar Vargas (»Copkiller«). Diese Gastfreundschaft führt (oft) dazu, dass er sich einen Fall, also Arbeit auflädt.
- Er ist gastfreundlich, es gibt immer etwas zu trinken, seine Getränke sind erlesen.
- Es gibt relativ feste Essenszeiten
- Frauen sind fast alle hysterisch, die nicht hysterischen sind gefährlich. In »Der Tod gibt sich die Erde«, darf sich eine Dame an ihn schmiegen, sie hat allerdings auch wichtige Kochtipps. Er und Fritz nehmen sind natürlich zunächst skeptisch, müssen aber die Tipps annehmen. Ein weibliche Sergeant verwirrt Wolfe gänzlich, obwohl er seine Meinung, dann ein wenig revidiert. (»Explosive Ananas«), Phoebe Gunther in »Mord im Waldorf-Astoria« ist keine Närrin, und eine Frau die keine Närrin, ist gefährlich. In »Aufruhr im Studio« behauptet Archie, das Wolfe nur zwei Kategorien für Frauen hat: eminent gefährlich oder eminent dumm.
- Wolfe liest im Prinzip ständig und viel, aber langsam. Ein erster Hinweis in »Explosive Ananas«. Laut Zu viele Frauen liest er (bereits in all den Jahren) immer drei Bücher auf einmal.
- Wolfe braucht aufgrund seiner Leibesfülle immer einen riesenhaften Sessel, Hinweise zum Beispiel in »Der rote Bulle« wo er einen Auftrag übernimmt, damit er einen benutzen kann. Ein Hinweis auf den Sessel findet sich z.B. auch in »Mord im Waldorf-Astoria« (siehe auch WolfesSessel)
- Wolfe untersucht keine ehelichen Schwierigkeiten, und untersucht auch nicht das Liebesleben eines wohlhabenden Witwers (siehe »Herausforderung zum Mord«)
- Wolfe übernimmt auch keine Leibwächterjobs. siehe »Zu viele Köche«, »Sie werden demnächst sterben«
- Wolfe liebt gelb, er hat gelbe Pyjama, eine gelbe Leinenbezug im Bett und eine schwarzseidene Bettdecke (siehe u.a. »Sie werden demnächst sterben«), er frühstückt im Bett.
- In »Sie werden demnächst sterben« sucht Wolfe einen Doppelgänger, so erfahren wir einiges über ihn: 260-270 Pfd., 1,80 m groß, 45-55 Jahre alt, Haarfarbe dunkelblond, Hüftumfang nicht über 1,20, imstande sich leicht und normal zu bewegen (mmhh)
- Montenegro: In »Nur über meine Leiche« behauptet Wolfe in Amerika geboren zu sein, dort finden auch noch mehr Infos über Wolfes Zeiten auf dem Balkan, zum Beispiel über eine Adoptivtochter.
- In »Aufruhr im Studio« erfahren wir, das Wolfe in Montenegro zur Schule gegangen ist, weil er von seinem Mathematiklehrer erzählt.
- In der »Liga der furchtsamen Männer« erzählt Wolfe von einer ehemaligen Frau.
- In »Zu viele Köche« wird erstmalig von seiner Tätigkeit für Österreich-Ungarn berichtet. Hier erzählt er auch, dass er nicht in den USA geboren ist. Auch sonst erfahren wir hier viel über Wolfe. Das Buch ist überhaupt sehr zufriedenstellend. (Das ist übrigens das höchste Lob Wolfes.)
- Ägypten: In »Aufruhr im Studio erfahren wir, dass Wolfe einige Zeit in Ägypten war.
- Abnehmen: In »Das blauer Halstuch« nimmt Wolfe mittels Laufübungen ausser Haus und schwitzen auf dem Dach ab, um als Landser in den Krieg zu ziehen.
- In Kennzeichen wilde Rose wird Wolfe als Kommunist bezeichnet.. Nach Josef Quack, Die Grenzen des Menschlichen, ist aber eher eine freisinnige, liberale Grundhaltung Wolfe (und auch Archie) zuzuschreiben.
- Das wird durch folgendes Zitat aus Vor Mitternacht unterstützt : > Mr. Wolfe lässt sich auf Instruktionen nicht ein. Er glaubt an weisungsfreie Detektivarbeit. Er übernimmt einen Auftrag, aber keine Weisungen. <
Wolfe ist die Vorlage zu Cäsar Bär -
siehe auch N.W.u.A.G. und AlterNWAG
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